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Deus ex Machina

Deus ex Machina

19.02.2010 bis 23.03.2010
Zürich, Architekturfoyer, ETH Hönggerberg
Der Tessiner Fotograf Tonatiuh Ambrosetti verfolgt – neben seiner beruflichen Tätigkeit – eigene künstlerische Projekte. In der Ausstellung «Deus ex Machina» zeigt Ambrosetti eine Fotoserie, die der wilden, unberührten Natur nachspürt. Wie verändert sich die Landschaft, welchen Einfluss hat der Wechsel der Jahreszeiten, wie wirkt sich das Wetter aus? In den
Alpen steht ein sehr langsamer morphologischer Wandel ungestümen, gewaltigen Ereignissen gegenüber. Während Vergletscherung und Erosion sich über Jahrzehnte und Jahrhunderte manifestieren, können meteorologische Einflüsse zu abrupten Änderungen führen. Dem langsamen Wandel wie den Zeichen rauer Gewalt gilt Ambrosettis fotografischer Blick:
geknickte, zerschmetterte Bäume, Murgänge, Schneemassen, Blitze.
Ebenso wie die Werke des Malers Alexander Calame zeigen die Bilder von Tonatiuh Ambrosetti die Natur als zugerichtet, beschädigt, rau und wild – als Opfer ihrer eigenen Urgewalten.
Der Mensch kommt darin als Mass nicht vor, er ist gegenüber dem Geschehen machtlos.
Für seine Arbeiten wendet Ambrosetti traditionelle Aufnahmetechniken an, die ihm ermöglichen unter extremen klimatischen Bedingungen zu arbeiten. Darüber hinaus nötigt ihn die
schwere Ausrüstung zu einer sehr langsamen Arbeitsweise. Diese Beschränkung bedingt eine
genaue Beobachtung und wegen der geringen Anzahl von Fotografien, die so realisiert werden können, eine sorgfältige Abwägung der auszuwählenden Motive.

Eine Ausstellung von Tonatiuh Ambrosetti in Zusammenarbeit mit
dem Institut gta, kuratiert von Marco Constantini